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Vom universellen Werkzeug zum spezialisierten Experten

Allgemeine KI-Chat-Interfaces sind vielseitig – aber genau diese Vielseitigkeit kann zur Herausforderung werden. Mitarbeitenden müssen bei jeder Nutzung den Kontext neu erklären, die richtigen Formulierungen finden und hoffen, dass die KI ihre spezifischen Anforderungen versteht. Das Ergebnis: Inkonsistente Qualität, verschwendete Zeit und ungenutztes Potenzial. Anwendungsspezifische GPTs lösen dieses Problem grundlegend. Sie verwandeln die allgemeine KI-Fähigkeit in spezialisierte, vorkonfigurierte Assistenten, die exakt auf Ihre Geschäftsprozesse zugeschnitten sind. Jeder GPT ist ein fertiges Werkzeug, das Ihre Mitarbeitenden sofort produktiv nutzen können – ohne Setup, ohne Erklärungen, ohne Qualitätsverlust.

Was sind Anwendungsspezifische GPTs?

Ein Anwendungsspezifisches GPT ist ein von Administratoren konfigurierter, spezialisierter KI-Assistent für konkrete Geschäftsaufgaben. Ähnlich wie OpenAI’s Custom GPTs, aber vollständig in Ihrer DSGVO-konformen Umgebung gehostet und mit umfangreichen Integrationsmöglichkeiten ausgestattet.

Die vier Bausteine eines GPTs

Jedes Anwendungsspezifische GPT besteht aus vier konfigurierbaren Komponenten, die zusammen einen leistungsstarken, spezialisierten Assistenten ergeben: 1. Base Model – Das KI-Grundmodell (DSGVO-konform)
2. System Prompt – Die Anweisungen und Verhaltensregeln
3. Knowledge Base – Ihre Unternehmensdaten
4. Tools – Externe Systeme und Integrationen
Diese Bausteine ermöglichen es, präzise auf Ihre Anforderungen zugeschnittene Assistenten zu erstellen, die weit über einfache Chat-Funktionen hinausgehen.

Die vier Bausteine im Detail

1. Base Model: DSGVO-konforme Leistung

Das Base Model ist das zugrundeliegende Sprachmodell, das die KI-Fähigkeiten bereitstellt. Bei KLUG Digital KI Chat haben Sie Zugriff auf führende Modelle verschiedener Anbieter – alle DSGVO-konform integriert.
DSGVO-Konformität garantiert: Alle Modelle werden über die KLUG Digital KI Plattform bereitgestellt. Ihre Daten werden ausschließlich in Rechenzentren innerhalb der EU verarbeitet und niemals für das Training von Modellen verwendet. Mehr Details auf der Seite Sicherheit & DSGVO.

2. System Prompt: Die DNA Ihres GPTs

Der System Prompt ist das „Gehirn” Ihres GPTs – die zentrale Anweisung, die definiert, wie sich der Assistent verhält, welche Rolle er einnimmt und nach welchen Regeln er arbeitet. Was können Sie konfigurieren: Rolle und Expertise
  • Fachliche Spezialisierung (z.B. “Marketing-Experte für B2B-Maschinenbau”)
  • Tonalität und Sprachstil (formal, freundlich, technisch, kundenorientiert)
  • Zielgruppen-Fokus (intern vs. extern, Fach- vs. Führungskräfte)
Arbeitsweise und Prozesse
  • Strukturierung von Antworten (z.B. immer mit Zusammenfassung beginnen)
  • Qualitätskriterien (z.B. “Maximal 3 Kernbotschaften pro Text”)
  • Eskalationsregeln (wann muss ein Mensch eingeschaltet werden?)
Compliance und Richtlinien
  • Berücksichtigung rechtlicher Anforderungen
  • Einhaltung unternehmensinterner Vorgaben
  • Markenschutz und Corporate Identity
Beispiel Marketing-GPT System Prompt:
Du bist der Marketing-Assistent für [Firmenname], spezialisiert auf B2B-Kommunikation
in der Maschinenbau-Industrie.

Deine Aufgaben:
- Erstelle überzeugende Marketing-Texte mit klarem Kundennutzen
- Verwende einen professionellen, aber zugänglichen Ton
- Fokussiere auf technische Vorteile und ROI-Argumente
- Halte Texte prägnant: Maximal 3 Kernbotschaften

Formale Vorgaben:
- Deutsche Rechtschreibung nach aktueller Norm
- Aktive Formulierungen bevorzugen
- Technische Begriffe beim ersten Auftreten erklären
- Immer Quellenangaben, wenn du auf Dokumente verweist

Brand Guidelines:
- Unsere Markenwerte: Innovation, Verlässlichkeit, Effizienz
- Vermeide Superlative ohne Beleg
- Nutze konkrete Zahlen und Fakten statt vager Aussagen

3. Knowledge Base: Anbinden von Unternehmensdaten

Die Knowledge Base ist der Wissensspeicher Ihres GPTs – eine Sammlung von Unternehmensdokumenten, die der Assistent bei der Beantwortung von Fragen nutzt. Welche Daten können Sie anbinden:
  • Produktdokumentation (Datenblätter, Handbücher, Spezifikationen)
  • Unternehmensprozesse (SOPs, Compliance-Dokumente, Richtlinien)
  • Schulungsmaterialien (Onboarding, Best Practices, FAQs)
  • Historische Daten (Erfolgreiche Angebote, Projektdokumentationen)
  • Markt- und Kundeninformationen (Analysen, anonymisierte Kommunikation)
Technische Funktionsweise: Wenn ein Mitarbeitenden eine Frage stellt, durchsucht der GPT automatisch die Knowledge Base nach relevanten Dokumenten und nutzt diese als Grundlage für die Antwort. Dieser Prozess (Retrieval Augmented Generation - RAG) stellt sicher, dass:
  • Antworten auf echten Unternehmensdaten basieren
  • Quellenangaben für Nachvollziehbarkeit bereitgestellt werden
  • Aktuelle Informationen verwendet werden (bei Dokumentenaktualisierung)
  • Halluzinationen minimiert werden durch faktische Grundlagen
Lebendiges Wissen: Knowledge Bases können jederzeit aktualisiert werden. Neue Dokumente werden automatisch indexiert. Alle Mitarbeitenden profitieren sofort von den neuesten Informationen. Mehr Details auf der Seite Chatten mit eigenen Daten.

4. Tools: Integration mit Drittsystemen

Tools sind die Brücke zwischen Ihrem GPT und Ihren bestehenden Geschäftssystemen. Durch Tool-Integration wird aus einem reinen Chat-Interface ein aktionsfähiger Assistent, der nicht nur informiert, sondern auch handelt. Was sind Tools? Tools sind Schnittstellen, die es dem GPT ermöglichen:
  • Daten aus externen Systemen abzurufen
  • Aktionen in Drittsystemen auszulösen
  • Berechnungen durchzuführen
  • Mit APIs und Datenbanken zu interagieren
Sicherheit bei Tool-Integration: Alle Tool-Verbindungen werden über sichere, authentifizierte APIs hergestellt. Zugriffsrechte werden granular gesteuert – ein GPT hat nur Zugriff auf genau die Daten und Funktionen, die er für seine Aufgabe benötigt. Sensible Operationen (z.B. Zahlungen, Datenlöschungen) erfordern menschliche Freigabe.
Technische Umsetzung: Die Tool-Integration erfolgt über standardisierte Schnittstellen:
  1. REST APIs: Standardschnittstelle für die meisten modernen Systeme
  2. Webhooks: Für ereignisgesteuerte Integrationen
  3. OAuth 2.0: Sichere Authentifizierung und Autorisierung
  4. Custom Connectors: Für Legacy-Systeme oder proprietäre Lösungen

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